Vinyasa Yoga in Graz
Atem und Bewegung als eine Praxis – in der Tradition von Sri T. Krishnamacharya
Vinyasa Yoga verbindet jede Bewegung mit einem Atemzug. So entsteht ein ruhiger, kraftvoller Fluss, der Beweglichkeit, Kraft und Konzentration gleichzeitig schult. Bei Shoonya üben wir Vinyasa Krama – die Methode, die Krishnamacharya, der „Vater des modernen Yoga“, entwickelt hat.
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Was bedeutet Vinyasa?
Das Sanskritwort nyāsa bedeutet „platzieren“, die Vorsilbe vi „auf besondere Weise“. Gemeint ist das bewusste Aneinanderreihen von Haltungen: Jede Bewegung wird einer Ein- oder Ausatmung zugeordnet, der Atem gibt Tempo und Richtung vor.
Krama heißt „Stufe“ oder „Schritt“. Vinyasa Krama ist also eine Praxis, die sich Schritt für Schritt aufbaut – vom Ankommen über die Vorbereitung hin zu anspruchsvolleren Haltungen und wieder zurück in Ruhe, Atemübungen und Stille. Nichts ist Selbstzweck, jede Haltung bereitet die nächste vor.
Die Geschichte des Vinyasa Yoga
Fast jeder dynamische Yogastil, der heute weltweit geübt wird – von Ashtanga über Iyengar bis zu Vinyasa Flow – führt auf einen Lehrer zurück: Tirumalai Krishnamacharya.
1888 – 1989
Krishnamacharya
Der südindische Gelehrte studierte Sanskrit, Philosophie, Ayurveda und Yoga und gilt als „Vater des modernen Yoga“. Er wurde 100 Jahre alt und unterrichtete fast bis zuletzt.
1933 – 1950
Die Yogashala in Mysore
Unter dem Maharaja Krishnaraja Wadiyar IV. führte er im Jaganmohan-Palast eine Yogaschule für junge Menschen. Hier entstanden die kraftvollen, fließenden Sequenzen. Zu seinen Schülern zählten K. Pattabhi Jois, B.K.S. Iyengar und Indra Devi.
Ab 1952
Chennai
In Chennai unterrichtete Krishnamacharya zunehmend individuell und passte die Praxis dem einzelnen Menschen an. Sein Schüler Srivatsa Ramaswami lernte 33 Jahre bei ihm und hat Vinyasa Krama in seiner ganzen Breite dokumentiert.
Heute
Weltweit geübt
Von Mysore aus hat sich die Idee, Atem und Bewegung zu verbinden, in der ganzen Welt verbreitet. Bei Shoonya knüpfen wir bewusst an die ursprüngliche, vollständige Methode an – mit Asana, Atem, Pranayama und Meditation.
Alt und neu zugleich
Wie alt ist Vinyasa Yoga eigentlich? Der Yogaforscher Mark Singleton hat in seinem Buch Yoga Body (2010) gezeigt, dass fließende Asana-Sequenzen, wie wir sie heute kennen, in den mittelalterlichen Hatha-Yoga-Texten so nicht vorkommen. Auch der Sonnengruß taucht dort nicht auf.
Die dynamische Praxis entstand demnach im frühen 20. Jahrhundert – im Austausch mit der indischen und europäischen Körperkultur- und Gymnastikbewegung jener Zeit. Der Forscher Norman Sjoman wies nach, dass Krishnamacharyas Yogaschule in Mysore im ehemaligen Gymnastiksaal des Palastes untergebracht war.
Für uns macht das Vinyasa nicht weniger wertvoll – im Gegenteil. Krishnamacharya hat neue Bewegungsformen mit dem verbunden, was Yoga seit jeher ausmacht: bewusster Atem, Bandhas, Pranayama, Meditation und die Philosophie der Yoga-Sutras. Genau das meinen wir mit modernem Yoga, in der Tradition verwurzelt.
So üben wir bei Shoonya
Unsere Vinyasa-Stunden sind kraftvoll, aber nie hektisch. Sie eignen sich für Einsteigerinnen und Einsteiger genauso wie für erfahrene Yogis, weil jede Haltung Variationen hat.
- Der Atem führt: ruhige, tiefe Atmung gibt den Rhythmus vor.
- Sinnvolle Abfolgen: ankommen, aufwärmen, Hauptteil, ausklingen.
- Angepasst an dich: Variationen für jedes Level und jeden Körper.
- Mehr als Asana: jede Stunde endet mit Pranayama, Entspannung und Stille.
Unterrichte, was für den einzelnen Menschen angemessen ist.
Leitsatz von Sri T. Krishnamacharya
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Deine erste Vinyasa-Stunde bei Shoonya ist kostenlos. Komm vorbei und spüre selbst, wie sich Atem und Bewegung verbinden.
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